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Früher hat ich Zeit & Geld - heute habe
ich meine Hunde (nicht von mir, aber trotzdem wahr!)
Meine
Tipps und Tricks wären nicht vollständig, würde ich nicht auch diejenigen
Maßnahmen erwähnen, die den Umgang mit den kleinen, immer mal wieder
auftretenden „Beschwerden“ erleichtern oder diese auch schon mal beseitigen.
Dazu gehören zum Beispiel stressbedingter Durchfall, das morgendliche Kötzerchen,
tränende Augen usw.
Allerdings muss ich an dieser Stelle auch explizit darauf hinweisen, dass akute
oder starke oder anhaltende Beschwerden unbedingt von einem Tierarzt behandelt
werden müssen und meine kleinen Tipps auch nicht zwangsläufig die Lösung für
Ihre Problemchen bzw. die Ihres Hundes sind. Aber vielleicht können diese Tipps
manchmal auch einfach Therapie unterstützend helfen…
Wie
schon an anderer Stelle dieser Homepage beschrieben, kam Kenzie ja mit multiplen
Problem(ch)en bei uns an. Eines war der erwähnte Dauerdurchfall… mal wie Wasser,
mal nur breiig, mal mit Schleim überzogen, mal übelriechend, mal besser, mal
schlechter, aber nie (!) wohlgeformter Stuhlgang. Da – abgesehen von
anfänglichem Wurmbefall – keine „körperlichen“ Ursachen zu finden waren und in
Anbetracht von Kenzies allgemeinen Befinden und Zustand, lag die Vermutung nahe,
dass Psyche und insbesondere Stress maßgeblich Einfluss auf ihre Verdauung
hatten. So habe ich begonnen, neben den Vertrauensbildenden Maßnahmen und einer
ostheopatischen Behandlung, Karottenpellets (aus dem Zoofachhandel… müssen im
heißen Wasser quellen und werden angereichert mit einem Teelöffelchen Keimöl)
jeder Mahlzeit beizumischen… mit tollem Erfolg! Nicht vorverdautes Gemüse kann
zwar bekanntlich vom Hund gar nicht verdaut werden, aber offensichtlich wirken
die Pellets, ähnlich wie Großmamas Möhrensuppe, antibiotisch und möglicherweise
„binden“ sie auch Flüssigkeit im Darm. Egal, nicht jedes Hausmittel hat eine
sachliche Erklärung, Kenzie jedenfalls hatte von dem Moment an zwar
voluminöseren, aber wohl geformten Stuhlgang. Ich habe die Pellets kurmäßig vier
Monate gefüttert und dabei sukzessive auf das heutige Ernährungskonzept
umgestellt, und dann allmählich abgebaut. Heute füttere ich die Pellets nur noch
dann, wenn bei einem meiner beiden Hunde auch nur Anzeichen von
Verdauungsproblemen auftreten.
Kenzies
Verdauungsprobleme haben wir ja nun weitestgehend im Griff (*schnell-auf-Holz-klopf*).
Meine Hunde bekommen morgens, je nach Wochentag zwischen 08:00 und 09:30 Uhr und
abends zwischen 19:00 und 21:00 Uhr Futter. Neulich hatte ich nun mal zwei
Wochen Urlaub und entgegen all meinen Erwartungen, konnte ich meine innere Uhr
austricksen und teilweise bis kurz vor neun schlafen. Den Hunden macht das per
se nichts, allerdings verschob sich ihr Frühstück schon mal auf „gegen 11:00
Uhr“ (wir gehen immer vor dem Frühstück unsere große Runde!). Das verstand
Kenzies Magen gar nicht! Sowie wir draußen waren, musste Gras gefressen und
anschließend ein bisschen gekötzelt werden (nur Schleim, Magensäure, Galle,
keine Ahnung, gelbes Nichts halt). Wurde es noch später, ging das Kötzeln auch
ohne helfendes Gras in der Wohnung L.
Ich war sicher, für ihren Magen waren die Zeiten zwischen den Fütterungen zu
lang, der Magen wollte arbeiten, produziert unnötig Magensäure und … raus damit.
Entgegen meiner Annahme, trockenes Weißbrot schafft Abhilfe, empfahl mir meine
Tierärztin, morgens eine gekochte Kartoffel zu füttern. Ich tat, wie mir
geheißen, ich meinen Kaffee, Kenzie ihre Kartoffel, Sheela was zum Mitnaschen
und… kein Kötzerchen mehr!
Ein
weiteres, insbesondere im Winter (Heizung, kalter Wind) immer mal wieder
auftretendes Problem sind gereizte und somit tränende Augen - und hier noch
einmal der Hinweis, mit den Augen ist nicht zu spaßen, lieber einmal mehr zum
Tierarzt gehen! Stellt sich dann heraus, dass es tatsächlich nur gereizte und
nicht entzündete Augen sind, tut es statt einer antibiotischen Augensalbe (oder
Tropfen) auch mal das Säubern der Augen mit isotonischer Kochsalzlösung
(0,9%-ig, gibt es in ganz kleinen Ampullen in der Apotheke; ich verwende zum
Auswischen sterile Kompressen, auch aus der Apotheke) und einfache Augentropfen
(z.B. Berberil). Ich habe in den Wintermonaten gute Erfahrung mit dieser Methode
gemacht…
… wird
fortgesetzt …
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