Zweitägiges Hüteseminar bei Anke Wulfes. Dat Zwergi macht das alles super, der Honk bin ich :)
Fotos: Tatjana Gräfenstein


Noch bekomme ich meine Bewegungsabläufe häufig nur leidlich koordiniert und muss noch viel zu viel nachdenken, um die sich ständig ändernden Situationen "Schafe-Hund-Mensch" situativ und schnell zu erfassen. Anders als im Agi bin ich auch noch von jeglicher Form von (Bewegungs-) Automatismen meilenweit entfernt und so "ziehe" ich Aivy leider oft von ihrem Wohlfühlpunkt" weg, von dem aus sie die Schafe ruhig und konzentriert arbeiten kann (und das sie es kann, hat sie dann auch öfters gezeigt!). Das macht sie schnell und eng und ich muss sie dann mittels eines Stops ("Lie down", das macht sie übrigens meistens sehr gut) unterbrechen. Sehr schön konnte ich sehen, wie natürlich, ruhig und kontrolliert sie die Schafe schieben kann, wenn Anke sie zwischenzeitlich mal (vor-) geführt hat. Sie läuft sehr schöne (Trab-) Flanken, kann ohne hektisch zu werden die Schafe bewegen und ist darüberhinaus sehr nett zu ihnen. Ein sehr schönes und lehrreiches Seminar, ich durfte viel Input mitnehmen und auch wenn ich weiß, dass es noch viel für mich zu tun gibt, ich bin froh, den Schritt in Richtung "Hüten" gemacht zu haben. Und übrigens, es ist einfach nur schön, einem Hütehund bei seiner "Arbeit" zuzusehen... aber, seht selbst:
... im wahrsten Sinne des Wortes. Das Tüütchen und ich hatten heute eine Schnupperstunde im Bereich Mantrailen in einer kleinen, privat organisierten Trainingsgruppe. Wir haben fünf kleine Basistrails gemacht und nein, Tüüti konnte mit dem ganzen Gedöns, was für die Motivation gemacht wurde, anfangs wirklich GAR NIX anfangen. Wir hatten allerdings auch einen wirklich schweren Start. Vor dem allerersten Durchlauf, Tüüti war angeschirrt und bereit fürs Starten, kam von hinten ein nicht hörender Tutnix und hing ihr am Hintern. Reset to zero - noch mal von vorne! Beim zweiten Start, an anderer Stelle, lag nach ein paar Metern ein fetter (Kassler-???) Knochen im Weg...Mist! Bei Basistrail vier und fünf hatte sie dann bereits eine Idee, aber totbrav, wie sie nun mal meistens ist, irritierte sie der Zug an der Leine, mit ein bisschen (mehr) stimmlicher Motivation ging sie dann aber doch schnurstracks vorwärts.

Nun gucken wir mal, ob das was fürs Tüütchen ist, gleich nächsten Samstag haben wir ein nächstes Training ausgemacht. Das Tüütchen wird, wegen ihres, den aktuellen Parcoursvoraussetzungen nicht optimalen Sprungstils, eher kurz- als langfristig aus dem Agisport gehen, und Trailen wäre für sie bestimmt ein super Ausgleich... heute war sie jedenfalls erst einmal platt ;)













